Nachdem der letzte Schnee (hoffentlich!) weggetaut und auch der Boden wieder beginnt frostfrei zu werden, juckt es den ein oder anderen – und so auch mich – schon wieder in den Fingern, bzw. in den grünen Daumen.
So konnte über den Winter nicht nur Resümee über die Projekte und Aktionen des vergangenen Jahres gezogen werden, sondern auch einige neue Ideen gestalt annehmen und reifen.
Zielsetzung
Mein Wunsch, die Natur den Menschen ein bisschen näher zu bringen und gleichzeitig die grünen Ressourcen der Stadt voll auszunutzen und zu vernetzten möchte ich mit einem weiteren Ziel verbinden. Durch Gestaltung und Eingriff in den öffentlichen Raum, soll verdeutlicht werden, dass jeder die Fähigkeit hat, seine Stadt, im Rahmen seiner Möglichkeiten, so zu gestalten, wie sie einem gefällt. Bei diesem Prozess und vorallem dem Ergebnis wird deutlich, wem die Stadt und der öffentliche Raum gehört und sich jeder ein Teil davon “nehmen” und gestalten kann – ja vielleicht sogar muss – und ein gutes Recht darauf hat:
Ein Recht auf (grüne) Stadt!
Projekte
Weiterhin verfolge ich diesen Wunsch, durch die Arbeit am Projekt “Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume”. Die Ersten, über den Winter vertrockneten Blumenwiesen, sind bereits gemäht und neue Keimlinge stehen schon in den Startlöchern und warten nur auf wärmere Tage. Einige andere Wiesen warten aufgrund des nasskalten Wetters noch auf ihren Frühjahrsschnitt, in der Zwischenzeit lässt sich aber schon das weitere Jahr planen. So steht die Ansaat einiger neuer Blumenwiesn, auch in Zusammenarbeit mit Schulen, sowie weitere Vortragsreihen bevor. Bereits bestehende Wiesen werden im Frühjahr vergrößert, oder Lücken ausgebessert. Über neue, interessierte Mitstreiter freuen wir uns jederzeit!
Im Garten des Tutenberg-Institut für Umweltgestaltung im Schulgarten des Volksparks Altona fahren wir dieses Wochenende mit weiteren Gestaltungsmaßnahmen für den Bau des Permakultur-Gartens fort. Hier wird es z.B. bei der Arbeit an und in den Nachbarschaftsbeeten und auch drum herum Möglichkeiten zum Austausch und zur individuellen Natur Erfahrung geben. Unkonventionelle, zukunftsfähige Gartenbau-Methoden werden hier angewandt, erprobt und erlebt und den Menschen die Natur ein Stück “greifbarer” gemacht.

Im Netzwerk Transiton Town Hamburg arbeiten wir derzeit an einem “Garden-Sharing” Projekt. Einfach ausgedrückt wollen wir dabei Menschen ohne Garten, aber mit Lust, Ideen und Tatendran gerne in und mit der Natur arbeiten möchten mit Menschen zusammenbringen, die einen Garten haben und in diesem gerne mit Interessierten arbeiten möchten, oder diesen aus Mangel an Kapazitäten, zur gärtnerischen Verfügung stellen. Aber auch Mietern mit einem Gemeinschaftsgarten oder einer öffentlichen Grünfläche vor der Haustüre möchten wir Möglichkeitn aufzeigen, und zur Seite stehen, wie diese Grünflächen aktiv genutzt werden können. Demnächst werden wir das Projekt publizieren und alle Interessierten zu einer Austausch-Veranstaltung einladen. Wer möchte kann sich auch schon jetzt direkt bei mir melden, wir freuen uns auf Interessierte und Unterstützung!
Hamburg ist eine grüne Stadt in der viele Menschen gerne Natur gestalten und erleben möchten, die Möglichkeiten sind da. Vom kleinen Balkon bis zur Verkehrsinsel, lasst uns alle grünen Ressourcen der Stadt nutzen, gemeinsam!
Hamburg, dir blüht was in diesem Jahr!




