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Zurzeit konzentriert sich meine Arbeit auf die Mitarbeit bei der Initative GrünAnTeil Hamburg.

Die Gruppe GrünAnTeil Hamburg, zeigt Möglichkeiten auf und steht bei der Nutzung und Gestaltung von Grünfläche zur Seite.

Ein großer Teil der öffentlichen und privaten Grünflächen Hamburgs wird von vielen als unattraktiv empfunden. Aus Geld- und Zeitmangel werden sie unzureichend und oft falsch gepflegt und sind deshalb unattraktiv und daher ungenutzt.

Gleichzeitig würden viele Menschen gerne Natur gestalten und erlebbar machen. Die Möglichkeiten sind da: vom kleinen Balkon über öffentliche Parks bis hin zu Vorgärten könnten alle grünen Ressourcen der Stadt aktiv genutzt werden.

  • Wir möchten Menschen ohne Garten mit GartenbesitzerInnen zusammenbringen.
  • Wir möchten Menschen mit einem Gemeinschaftsgarten oder einer öffentlichen Grünfläche vor der Haustüre Möglichkeiten aufzeigen, und zur Seite stehen, wie diese Grünflächen gemeinsam aktiv genutzt werden können.
  • Wir möchten Initiativen die bereits öffentliche (grüne) Freiräume  vor Zerstörung, Privatisierung und fremdbestimmter Gestaltung bewahrt haben unterstützen, indem wir sie mit Menschen zusammenbringen, die auf der Suche nach selbstbestimmt-gestaltbaren Grünflächen sind. Bei der nach außen hin sichtbar gemachten Gestaltung solcher Freiräume wird deutlich, dass eine Nutzung und Selbstgestaltung von öffentlichem Raum möglich ist.

Veranstaltung von GrünAnTeil Hamburg:

Sonntag, 03.04.2011 um 15 Uhr im Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg.
http://centrosociale.breitaufgestellt.de/

Webseite: www.GruenAnTeil.wordpress.com

Nachdem der letzte Schnee (hoffentlich!) weggetaut und auch der Boden wieder beginnt frostfrei zu werden, juckt es den ein oder anderen – und so auch mich – schon wieder in den Fingern, bzw. in den grünen Daumen.

So konnte über den Winter nicht nur Resümee über die Projekte und Aktionen des vergangenen Jahres gezogen werden, sondern auch einige neue Ideen gestalt annehmen und reifen.

 

Zielsetzung

Mein Wunsch, die Natur den Menschen ein bisschen näher zu bringen und gleichzeitig die grünen Ressourcen der Stadt voll auszunutzen und zu vernetzten möchte ich mit einem weiteren Ziel verbinden. Durch  Gestaltung und  Eingriff in den öffentlichen Raum, soll verdeutlicht werden, dass jeder die Fähigkeit hat, seine Stadt, im Rahmen seiner Möglichkeiten, so zu gestalten, wie sie einem gefällt. Bei diesem Prozess und vorallem dem Ergebnis wird deutlich, wem die Stadt und der öffentliche Raum gehört und sich jeder ein Teil davon „nehmen“ und gestalten kann – ja vielleicht sogar muss – und ein gutes Recht darauf hat:

Ein Recht auf (grüne) Stadt!

Projekte

Weiterhin verfolge ich diesen Wunsch, durch die Arbeit am Projekt „Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume“. Die Ersten, über den Winter vertrockneten Blumenwiesen, sind bereits gemäht und neue Keimlinge stehen schon in den Startlöchern und warten nur auf wärmere Tage. Einige andere Wiesen warten aufgrund des nasskalten Wetters noch auf ihren Frühjahrsschnitt, in der Zwischenzeit lässt sich aber schon das weitere Jahr planen. So steht die Ansaat einiger  neuer Blumenwiesn, auch in Zusammenarbeit mit Schulen, sowie weitere Vortragsreihen bevor. Bereits bestehende Wiesen werden im Frühjahr vergrößert, oder Lücken ausgebessert. Über neue, interessierte Mitstreiter freuen wir uns jederzeit!

Im Garten des Tutenberg-Institut für Umweltgestaltung im Schulgarten des Volksparks Altona fahren wir dieses Wochenende mit weiteren Gestaltungsmaßnahmen für den Bau des Permakultur-Gartens fort. Hier wird es z.B. bei der Arbeit an und in den Nachbarschaftsbeeten und auch drum herum Möglichkeiten zum Austausch und zur individuellen  Natur Erfahrung geben. Unkonventionelle, zukunftsfähige Gartenbau-Methoden werden hier angewandt, erprobt und erlebt und den Menschen die Natur ein Stück „greifbarer“ gemacht.

Im Netzwerk Transiton Town Hamburg arbeiten wir derzeit an einem „Garden-Sharing“ Projekt. Einfach ausgedrückt wollen wir dabei Menschen ohne Garten, aber mit Lust, Ideen und Tatendran gerne in und mit der Natur arbeiten möchten mit Menschen zusammenbringen, die einen Garten haben und in diesem gerne mit Interessierten arbeiten möchten, oder diesen aus Mangel an Kapazitäten, zur  gärtnerischen Verfügung stellen. Aber auch Mietern mit einem Gemeinschaftsgarten oder einer öffentlichen Grünfläche vor der Haustüre möchten wir Möglichkeitn aufzeigen, und zur Seite stehen, wie diese Grünflächen aktiv genutzt werden können. Demnächst werden wir das Projekt publizieren und alle Interessierten zu einer Austausch-Veranstaltung einladen. Wer möchte kann sich auch schon jetzt direkt bei mir melden, wir freuen uns auf Interessierte und Unterstützung!

Hamburg ist eine grüne Stadt in der viele Menschen gerne Natur gestalten und erleben möchten, die Möglichkeiten sind da. Vom kleinen Balkon bis zur Verkehrsinsel, lasst uns alle grünen Ressourcen der Stadt nutzen, gemeinsam!

Hamburg, dir blüht was in diesem Jahr!

 

 

 

Urban Camp

Letztes Wochenende fand in Hamburg Altona das Urban Camp statt. Projekte und Initiativen aus Hamburg, sowie deren Mitglieder und Interessierte  stellten sich am Freitag Abend vor.

Interessierte konnten sich entscheiden, an welchen Projekt sie am Samstagmorgen und -Vormittag teilnehmen möchten.

Wir haben das Projekt Eingriffe in öffentlichen Raum: Blütenträume vorgestellt. Am Samstag unternahmen wir mit Interessierten einen kleinen Rundgang zu unseren Flächen in Ottensen. Dort wurden an einigen Flächen kleine Arbeiten durchgeführt.

Urbanes Gärtnern

Für mich war es mal wieder sehr schön zu erleben, wie die Menschen sich für die Natur in ihrem Umfeld interessieren und begeistern lassen. Es ist ein faszinierendes Gefühl, zu sehen, wie Menschen aufblühen, wenn sie selbst etwas bewegen und verändern können. Sobald man anfängt etwas im öffentlichen Raum zu schaffen, wird einem bewusst, dass das urbane Grün ja uns allen, also auch jedem einzeln Individuum gehört und gestaltet werden kann. Sobald man eingreift übernimmt man auch ein Stück Verantwortung für ein Stück Lebensraum- jeder einzelne.

Weitere Blog-Erfahrungsberichte:  http://hometown-glory.com/2010/09/05/blutentraume-beim-urbancamp/ und http://www.bloggerpatenschaften.de/barcamp-und-blutentraume-–-mein-besuch-beim-urbancamp-in-hamburg/

Nach dem aktiven Vormittag wurde in einzelnen „Sessions“ debattiert, ausgetauscht, diskutiert und vernetzt.

Von dem Urban Camp hab ich mitgenommen, dass es zwar wichtig ist, sich auszutauschen und zu vernetzten und dass Social Media eine große Rolle dabei Spielt, stärker und gemeinsam an einem Strang zu ziehen .Doch meine Erfahrung (und auch die eines NABU-Aktivisten) zeigt, dass der Weg vom Engagement im Internet zum  praktischem Einsatz draußen oft ein sehr, sehr weiter ist.

Es gab (schon zu) lange keinen neuen Eintrag von mir, weil wir draußen, in der Stadt ziemlich aktiv waren.

Der Stoff, aus dem die (Blüten-) Träume gemacht werden

Insgesamt wurden ca. 1.500 qm Stadtgrün von uns in artenreiche, bunt blühende Blumenwiesen umgewandelt und viel Öffentlichkeitsarbeit und Partizipationsprogramme durchgeführt.

Z.B. 600 Quadratmeter im Schulgarten des Volksparks Altona: http://sommer-in-hamburg.de/aktion-bluetentraeume

Unser Motto: „Blumen säen – Honig ernten“ hat sich bereits erfüllt. Passanten, die uns bei Umwandlungen gefragt haben, was hier passiert, waren begeistert, als wir berichtet haben, dass hier eine Blumenwiese angelegt wird –  Eingriffe in den öffentlichen Raum zahlen sich also aus!

das Saatgut

In den nächsten Wochen folgen noch einige Neuanlagen von Blumenwiesen im Stadtbezirk Altona mit einer Feldblumen-Mischung, die auch noch in Juni ausgesät werden können.

Des weiteren werden wir bis August, wenn wir nochmal die Möglichkeit haben, die Hamburger Mischung auszusäen, einige Flächen durch Stickstoffzehrende Mischungen abzumagern.

Die stickstoffzehrenden Pflanzen werden nächste Woche ausgesät, wachsen dann bis August und speichern Nährstoffe in den Pflanzen.

Die Stickstoffzehrer werde dann mit samt Nährstoffen im August gerodet und anschließend wird auf der nährstoffarmen Fläche unsere Blumenwiesenmischung für Hamburg ausgesät.

Spätestens dann folgen weitere Einträge und Vorher-Nachher-Berichte.

Bis dahin ein paar Umwandlungsbilder und…

…Spread the seed!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Meine erste Rolle als Naturerlebnis-Pädagoge im Fernsehen!!!

…zumindest im weitesten Sinne.     :-)

Während einer Fortbildung wurden drei Kollegen und ich beim Holzspalten gefilmt.

Diese kleine Dokumentation fasst wirklich ganz gut zusammen, was beim Kauf einer Spaltaxt zu beachten ist. Es zeigt sich einfach mal wieder, dass die handgeschmiedeten, schwedischen Äxte aus dem Hause Gränsfors-Bruks zeigen, wo der Hammer – oder eben die Axt – hängt. Da war ich schon sehr neidisch, dass ich für die Filmaufnahmen nur das Baumarkt-Modell benutzen durfte…

Hier geht´s zum Film: http://www.kabeleins.tv/doku_reportage/taeglich_wissen/videos/tester/artikel/23036/

Noch in den 30-er Jahren prägten Blumenwiesen unsere Kulturlandschaft, doch Flussbegradigungen, Intensivierung der Landwirtschaft (Flurbereinigung, Pestizideinsatz, Überdüngung, Verwendung nicht heimischer, bzw. schnellwüchsiger Gräser, höhere Schnittintervalle) und Flächenversiegelung haben zur Verdrängung des wertvollen Ökosystems Wiese geführt. Heute stehen Wiesen auf der Roten Liste der gefährdeten Biotope.

Unsere heimischen, Pollen und Nektar sammelnden Insekten (Bienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge…) sind auf artenreiche, blühende Vegetation angewiesen. Diese Insekten sind der „Motor“ eines komplexen Ökosystems: Das eine hängt vom anderen ab. Ohne die Bestäubung der Insekten könnten sich die meisten Pflanzen  nicht vermehren. Die Pflanzen sind aber unsere Energie- und Biomasse-Produzenten und stehen somit am Anfang einer riesigen Nahrungskette – in der wir das letzte Glied sind.

Die Pflanzen unserer Erde können ohne die Insekten nicht überleben – Die Insekten unserer Erde könnten aber auch ohne die Pflanzen nicht überleben. Dafür brauchen die Insekten allerdings viele verschiedene Pflanzenarten. In unserer Kulturlandschaft, müssen Naturflächen, Hecken und extensive Wiesen immer häufiger einer monokulturellen, artenarmen Landwirtschaft weichen. Dieser Strukturwandel geht leider auf Kosten der Artenvielfalt. Damit verlieren auch die Pollen und Nektar sammelnden Insekten ihre Existenzgrundlage. Wir brauchen aber genau diese Insekten, zur Befruchtung und unserer Nahrungs- und Futter-Pflanzen. Eine Blumenwiese bietet ein wertvolles Refugium für diese Insekten.

Durch die vielen verschiedenen Pflanzenarten dient die Blumenwiese gleichzeitig auch dem Erhalt unserer heimischen Pflanzenarten. In landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen werden diese als Wild- oder Unkräuter vernichtet. Oder haben im Lauf der Ertragssteigerungen in der Nahrungsmittel- und Futterproduktion an Bedeutung verloren. Eine Blumenwiese sichert also den Bestand unserer heimischen Pflanzenarten und somit auch dem Erhalt von heimischem Saatgut.

Doch man braucht nicht ausschließlich auf dem Land etwas verändern. Gerade in der Stadt, wo keine Anbaukonkurrenz zwischen naturbelassener, extensiv genutzter Fläche und landwirtschaftlich intensiv genutzter Fläche besteht, bieten sich Wildwiesen mit alle ihren Vorteilen als Grünflächen an. Schließlich muss auch eine Stadt die Biodiversität erhalten und deshalb Arten- und Biotopschutzmaßnahmen durchführen. Viele brachliegende, erosionsgefärdete oder vernachlässigte monotone Grün- und Rasenflächen können durch die Ansaat von reich blühenden Blumenwiesen so auch optisch aufgewertet werden. Hervorragend eignen sich auch Säume oder kleine Inseln auf Rasenflächen.

Ein positiver Nebenaspekt ist, dass Blumenwiesen auch kostengünstiger im Unterhalt sind. Sie benötigen weniger Pflegeaufwand als Stauden- oder Wechselbepflanzungen und brauchen wesentlich weniger Mäh-Intervalle im Jahr , als beispielsweise pflegeintensive Rasenflächen und sind trotzdem optisch ansprechend.

Mit Blumenwiesen kann eine Zukunftsfähige, nachhaltige Lebensqualität im öffentlichen, grünen Raum geschaffen werden, die zugleich auch als umweltpädagogisches Paradies für Jung und Alt dient. Anhand einer Wiese lassen sich die biologischen Vorgänge in einem Ökosystem und deren existenzielle Bedeutung für uns wunderbar erklären und nachvollziehen. Die Natur, von der wir uns immer weiter entfernen wird dadurch wieder begreifbar.

Hier noch einmal zusammengefasst, die Bedeutung von Blumenwiesen:

- Erhalt der Biodiversität

- Erhalt von heimischem Saatgut

- Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion

- Erosionsschutz

- optische Aufwertung von Stadtgrün

- Senkung des Pflegeaufwandes und somit Kostenersparnis

- Umweltpädagogischer Aspekt

Blütenträume

…oder auch: Die Gesellschaft gestaltet die Umwelt.

Blütenträume: Wir sind eine Initiative von Hamburgern, die sich als Ziel gesetzt hat, die Stadt optisch und ökologisch mit Blumenwiesen aufzuwerten.

Diese Ziel soll durch das aktive Eingreifen in den öffentlichen Raum durch Bürger erreicht werden. Unser Bestreben ist einerseits, den gemeinsamen Raum von Mensch und Natur attraktiver, ökologisch wertvoller zu gestalten und begreifbarer zu machen und andererseits aufzeigen, dass jeder Einzelne von uns ein handlungsfähiges Glied in der Demokratie ist und etwas verändern kann.

Wir möchten zunächst durch einige „Impuls-Blumenwiesen“ verdeutlichen, was an Handlungspotential möglich ist und über die Blumenwiese informieren. Das heißt, für alle Interessierten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ganz gleich, ob Sie eine monotone, vernachlässigte, öffentliche oder private (vielleicht ja auch Ihr eigener Garten…) Grünfläche entdeckt haben, die Sie gerne in eine Blumenwiese umwandeln würden, Fragen zur Mahd von Wiesen oder nähere Infos zum Ökosystem Blumenwiese erhalten möchten. Kontaktieren sie mich einfach: PhilippBaumgaertel@web.de oder: www.bienenstaat.net

Unser Projekt ist bereits angelaufen. Es laufen Vortragsreihen und wir haben schon einige Flächen, auf denen im Frühling Blumenwiesen angelegt werden. Die meiste Zeit, Nerven und Geduld kostet uns im Moment allerdings die mühevolle Überzeugungsarbeit bei der Stadt Hamburg selbst – Unverständlicher Weiße:

  • 2010 ist das UNO-Jahr der Biodiversität
    Die Blumenwiese ist das Sinnbild der Artenvielfalt
  • 2011 wurde Hamburg der Titel European Green Capital verliehen
    Umwelthauptstadt Europas unter dem Motto: „Die ganze Stadt macht mit“

  • 2013 findet die Internationale Gartenschau in Hamburg statt
    Zukunftsfähige Initiativen sollen gefördert werden

Es wird also deutlich, dass die Stadt Hamburg Handlungsbedarf hat, sich für das Projekt Blütenträume zu öffnen.

In den nächsten Tagen werde ich noch mehr zum Thema Blumenwiese veröffentlichen. Unter anderem wird es dann auch um die Bedeutung der Blumenwiese gehen.

Bis dahin gibt es weitere Informationen unter:

www.bienenstaat.net

www.bluehende-landschaft.de

Es geht jetzt los…

Bereits letzte Woche haben wir Mitglieder des Tutenberg Instituts für Umweltgestaltung damit begonnen, unseren Garten im Altonaer Volkspark umzugestalten um Platz für unsere neuen Ideen und die wiederaufgegriffene Idee eines Schulgartens zu realisieren.

Vorher...

 

In diesem Zug mussten leider einige kleine Rotfichten und eine Eibe weichen. Bei den Fällungen war besonders zu beachten, dass unsere Wildbienen nicht in ihrer Winterruhe gestört werden. Klar ist es schade, dass diese Bäume weichen mussten, doch handelt es sich dabei nicht um einen brachialen Eingriff in die Natur, weil in der Nähe die selbe Vegetation vorherrscht. Außerdem werfen die Bäume sehr viel Schatten auf das Grundstück und die Nadeln lassen den Boden versauern, da es recht lange dauert, bis diese zu Kompost umgewandelt werden. Wären die Bäume erst einmal ausgewachsen, hätten andere Pflanzen kaum eine Chance in unserem Garten zu wachsen. Doch wir wollen ja die Vielseitigkeit der nachhaltigen, zukunftsfähigen Gartengestaltung aufzeigen und nicht das extrem eingeschränkte Ökosystem Fichtenmonokultur. Es liegt also auf der Hand, dass die Fällungen von Nöten waren.

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Das Holz wir von uns selbstverständlich als Baumaterial oder Brennholz weiterverwendet. Die Zweige finden im Staudengarten des Volksparks ihre Wiederverwendung.

 

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nachher...

 

 

Als nächsten Schritt folgt nun die Geländeformung, sprich der Einbau von Höhen und Tiefen. Diese Maßnahme erzeugt Spannungen und macht den Garten lebendiger und attraktiver. Außerdem werden so verschiedenen Umweltbedingungen, wie z.B. Wasserversorgung, geschaffen.

Noch arbeitet unsere Gartengestaltungs-Gruppe an dem Plan, doch sobald dieser ausgereift ist, werden wir mit den Weiteren praktischen Gestaltungsmaßnahmen fortfahren.

Wer in der Zwischenzeit schon Interesse an einer naturkundlichen Führung über das Basiswissen unserer heimischen Gehölze (ökologische Bedeutung, Verwendungsmöglichkeiten für den Menschen und kulturhistorischer Einfluss) hat, kann Kontakt zu mir aufnehmen, um einen gemeinsamen Termin zu finden. Ich freue mich auf über das Interesse.

PhilippBaumgaertel@web.de

Habe heute an einem sehr interessanten Austauschprojekt zum Thema Kaffee teilgenommen, der ersten Barista-Jam Hamburgs.

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Die Veranstaltung fand in dem Café und der Rösterei Torrefaktum in Hamburgs Stadtteil Ottensen statt. Hier wird zu meiner großen Freude ausschließlich fair gehandelter Biokaffe und unpasteurisierte, nicht homogenisierte Milch, direkt vom Biobauernhof verwendet

Verschiedene Baristas, Kaffeeröster, Kaffemaschinenhändler und Interessierte fachsimpeln, über alles was mit dem schwarzen Gold zu tun hat. Weil ich mir auch eine Kaffemühle zulegen möchte und schon immer auf diese 15 Bar-Gastro-Espressomaschinen (und vor allem das, was da rauskommt) stehe, dachte ich, dass das eine ganz gute Informationsquelle vor meinem Kauf ist.

Aber die Veranstaltung hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Experten haben verschiedene Röstungen, Kaffesorten, Latte-Art und Maschinen ausprobiert, doch auch als Laie wurde man an die Maschinen gelassen und konnte so unter Anleitung der Baraistas einen perfekten Espresso, Cappuccino oder eine Lattemacciato zubereiten.

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So hat man mir nicht nur gezeigt und anschließen nachmachen lassen, wie man den Siebträger vorbereitet, wie viel Kaffepulver (ca. 7 g) in den Siebträger gehört, wie man ihn mit dem Tamper (Kaffepuck) verdichtet und schließlich, welche Farbe der Espresso beim rauslassen haben muss, sonder auch, wie man die Milch perfekt aufschäumt. Zuerst bläst man mit dem Wasserdampf knapp unter der Oberfläche der Milch und zieht den Dampfkopf langsam aus der Kanne, dann „lässt man die Milch am Rand entlang rollen“ (Zitat eines Baristas: „Rock n´Roll Bayby!“) sodass ein gleichmäßiger Schaum mit kleinen Luftbläschen entsteht und keine zu luftigen Schaumberge (Zitat eines Baristas: „Nicht solche Bauschaum-Milchberge wie bei diesem amerikanischen Burger-Schnellrestaurant“).

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„Ein Barista ist ein „Kaffeekünstler“ an der Espressomaschine, der ein großes Wissen über Kaffee hat…“ (Zitat von Wikipedia)

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Ich kann nur sagen oh ja, verdammt, das sind sie – Kaffeekünstler mit großem Wissen darüber.

Highlites für mich waren unter anderem Milchschaum aus Ziegenmilch (nach dem zweiten Schluck gewöhnt man sich daran, mal was anderes), Kaffee, der in der Popcornmaschine geröstet wurde und das zeichnen eines Elefantenkopfes im Milchschaum eines Cappuccinos.

Viele Gerüchte haben sich gelüftet: Vollmilch eignet sich am Besten zum Aufschäumen (also nicht die Magermilch oder gar H-Milch), Espresso braucht gar nicht 15 bar Druck, sondern nur 9,5 bar und besonders: Siebträgermaschinen, die für mich als Einsteiger in Frage kommen kosten gar nicht unbedingt 2.000 Euro – nein, ab ca. 300 Euro ist man mit einer sehr guten Einsteigermaschine, die über viele Jahre exzellenten Espresso brüht, dabei.

Total glücklich und munter (aufgrund der vielen Espressos und Cappuccinos, die ich getrunken habe) habe ich die Veranstaltung verlassen, denn zum einen weiß ich jetzt, welche Kaffemühle ich mir kaufe und zum anderen rückt mein Traum einmal Besitzer einer Siebträgermaschine zu sein aufgrund des niedrigeren Preises (als erwartet) immer näher.

Und: Ich habe meinen ersten eigenen Cappuccino an einer Gastromaschine gemacht. Mit allem was dazugehört – genauso wie die Kaffeekünstler…

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Bin jetzt offizielles Mitglied beim TIfU e.V. TIfU steht für Tutenberg Institut für Umweltgestaltung. Der Verein möchte durch Umweltbildung Menschen aus dem urbanen Raum unsere Existenzgrundlage – die Natur, von der sich viele immer weiter  entfernen – wieder etwas näher bringen. Außerdem können Interessierte ihre Passion im Grünen bei uns ausleben und dabei etwas  Neues dazulernen oder sich austauschen.

All das findet auf unserem Gelände im Volkspark Altona statt.  Ferdinand Tutenberg plante den Altonaer Volkspark, der 1920 eröffnet wurde, als Grün- und Erholungsfläche. Doch neben Rosen- und Staudenbeeten gab es auch einen Schulgarten und Waldlehrpfad. Dieses Konzept wird vom TIfU wieder aufgegriffen.

Momentan laufen die Planungen für Konzept und Gartenplanung auf Hochtouren.

- Im Frühjahr wird in Zusammenarbeit mit Blütenträume eine triste Rasenfläche in eine 700 Quadratmeter große Wildblumenwiese umgewandelt. Diese ist nicht nur optisch attraktiver als eine der mannigfachen Rasenflächen – sondern bietet unseren heimischen, bedrohten Insekten ein lebensnotwendiges Refugium.

- Drei Bienenkisten stehen auf unserem Gelände und haben dieses Jahr schon einige Gläser Altonaer  Volksparkhonig produziert. Das ganze kann man sich quasi als extensives Imkern vorstellen. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt unserer wichtigen Bienen.

- Gartenplanung ist erstellt. Ein paar Elemente verrate ich schonmal und werde sie bei Gelegenheit noch genauer erklären: Nachbarschaftsbeete, Kompostecke, Hochbeete, eine Jahreszeitenhecke (Phänologische Hecke), einen Wald- und Pilzgarten, eine Essbare Hecke… und viele andere Installationen aus dem Garten- und Landschaftsbau und der Umweltbildung.
- Eine Hütte in Lehm-Strohballenbauweise mit Dachbegrünung, wird als Seminarraum als Ort der Begegnung dienen. Das Haus ist mit Blick zur Gartenfläche ausgerichtet und steht so unmittelbar im Dialog mit der Natur. Im Anbau befindet sich das Werkzeuglager und der Bienenstand.

Es wird  also bald wieder viel neues zu Entdecken geben im Altonaer Volkspark – damit die Menschen wieder Verstehen, was da  draußen im Grünen für Dinge passieren…

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